Genuss für alle Sinne: Das Stadtgartenfest in Neustadt

28.07.2014, 17:37 Uhr
Genuss für alle Sinne: Das Stadtgartenfest in Neustadt

© Harald Munzinger

Wer längere Zeit nicht im Stadtgarten besonderer Art war, staunte zunächst einmal, wie sich dessen Bild verändert hat. Ein viergeteiltes Hochbeet ist ebenso üppig bewachsen wie Gemeinschafts- und Einzelbeete, die nach der Eröffnung des Gemeinschaftsprojektes von LAG-Aischgrund, Freiwilligenzentrum und Jugendtreff "Lazarett” Anfang April liebevoll angelegt wurden.

16 Familien und Einzelpersonen haben sich nach Auskunft von Doris Hübner ihr kleines Paradies auf dem Grundstück geschaffen, das von Marianne Fischer für den “interkulturellen NeuStadtGarten” zur Verfügung gestellt wurde; einem Experiment nach Beispielen in der Region, das sich dem Besucher als gelungen präsentiert.

35 Aktive im Gartenprojekt

Da sind Hängematten in verschiedenen Größen installiert, ist eine Komposttoilette gebaut und ein kleiner Barfußweg angelegt worden. Mehrere Besuchergruppen haben sich schon Anregungen im Gartenprojekt geholt, in dem 35 Aktive mitwirken. Sämereien und Gerätschaften wurden zur Verfügung gestellt, weitere Spenden werden hier sicher auf fruchtbaren Boden fallen, wozu Doris Hübner sinnbildlich anregte. Von der “Aktion Mensch” ist finanzielle Unterstützung zugesagt.

Bei den Initiatoren sind noch einige Wünsche offen. So würde man gerne einen überdachten Freisitz einrichten, um bei kulturellen Veranstaltungen oder Treffen, sowie (Ferien-)Aktionen für Kinder vom Wetter nicht mehr ganz so abhängig zu sein. Bürgermeister Klaus Meier vernahm das Anliegen und auch den Dank, dass man von der Stadt immer mit Wasser versorgt werde, um die Pflanzen in Trockenphasen gießen zu können.

Kunst und Musik

Zum Sommerfest hatte der “interkulturelle NeuStadtGarten” zu den Blüten noch einige “Farbtupfer” erhalten: mit Bildern und Texten von Heike Zahn, von Doris Hübner genähten Stadtvögelchen, Tiffany-Kunst sowie Bildern von Gymnasiasten aus dem benachbarten FAG, die auch eine mittelalterliche Burg für die Kinder gestalteten. Bunt sollte auch das Programm in schöner Atmosphäre sein, zu der Akkordeonklänge beitrugen. Zu einigen Akkordeonsoli von Helmut Raab stimmte Doris Hübner mit der Gitarre ein und die Gäste mit Gesang etwa zu “Tiritomba” oder einem Potpourri “Muss i denn…”, bei dem niemand daran dachte, aus dem Gärtchen zu müssen. Eine Mundartlesung von Raab wurde aufgeschoben.

German Ade überbrachte mit Trommelklängen Grüße aus seiner nigerianischen Heimat und sorgte mit afrikanischen neben dem russischen und fränkischen Spezialitäten mit internationalen Weinen für das interkulturelle Erleben einer fröhlichen Gemeinschaft von Gästen vielfältiger Nationalitäten. Am Lagerfeuer durfte Stockbrot gebraten werden, was Kindern ebenso viel Spaß machte, wie das Schminken zu Märchen in “Grüne Gartengeisterlein”.

Mit der Geschichte vom “Sonnenmann” verband sich eine Kunstaktion für Groß und Klein und alle Generationen sprach Renate Stubenrauch mit ihren “Hosentaschengeschichten” an, auch wenn diese in erster Linie für Kinder geschrieben sind. Ulrike Weisbach las “Neustädter Gschichtle” von Grete Mikisch und Harald Weigand begeisterte mit seiner Lyrik in Mundart. Die Büchertauschbörse hatte eine Schmökerecke eingerichtet, in der man sich auch mit “Ferienliteratur” eindecken konnte und der Tauschring regte zur Nutzung von Synergieeffekten unterschiedlicher Talente an.

Zum Projekt “interkultureller NeuStadtGarten” informieren eine Homepage oder Alexia Fischer bei der LAG Aischgrund (Landratsamt), Doris Hübner im Freiwilligenzentrum (Caritashaus Neustadt) oder Josef Merrath im Jugendtreff “Lazarett”.

 

Keine Kommentare